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Dienstag, 21. Januar 2014

UpdatusUser, wer ist das?

Viele Leute, die Windows installiert haben, wundern sich über ein plötzlich auftauchenden neuen Benutzer-Account im System. Dieser benutzt den Namen:
UpdatusUser und fast niemand kann damit etwas anfangen. Eine echte Linie ist nicht zu erkennen, manchmal ist dieser Acc vorhanden, manchmal nicht. Fakt ist, dieser Account wird vom automatischem Update-Dienst für Nvidia-Grafikkarten angelegt und ist auch für das Updaten des Treibers zuständig. Sogar auf Win 8.1-Systemen, wird dieser Benutzer-Account plötzlich, nach nicht nach vollziehbaren Gründen angelegt. Am häufigsten findet man diesen Account auf Computern mit Optimus-Technologie, also wo sich 2 Grafik-Einheiten, eine in der CPU integrierte und eine dedizierte, die Aufgaben teilen.

Das Merkwürdige an diesem neuen Benutzer ist, er ist nicht als Benutzerkonto über die Systemsteuerung zu verwalten. Hier taucht dieser nicht mal auf. Man entdeckt ihn nur über sein eigenes Benutzer-Verzeichnis unter C:\Benutzer.

In jedem Fall macht dieser "Benutzer" keinen seriösen Eindruck, so dass man empfehlen muss, diesen manuell zu beseitigen. Danach ist die automatische Update-Routine für den Nvidia-Treiber nicht mehr verfügbar, so dass man den Treiber manuell aktualisieren muss.

Entfernt wird der Benutzer per Eingabeaufforderung, welche man mit Administrator-Rechten startet und folgenden Befehl eingibt:
net user UpdatusUser /delete

Danach kann man natürlich das Benutzer-Verzeichnis löschen und den Dienst nvUpdatusService deaktivieren.

Nachtrag: im englisch-sprachigem Forum von Nvidia gibt es zu diesem Thema eine Diskussion. Offensichtlich wurde dieser Benutzer erstmals mit der Treiberversion 270.61 angelegt. Über Sinn und Zweck scheiden sich die Geister.

Falls sich jemand  sagt, ist doch alles nicht so schlimm ... Dem müssen wir ein besseres Sicherheitsbewusstsein ans Herz legen. Eine Anwendung darf nicht ungefragt einfach ein neues Benutzerkonto anlegen. Hier stellt sich dann natürlich auch die Frage, warum Windows das überhaupt zulässt?

Freitag, 17. Januar 2014

Sparkassenkunden aufgepasst!

Aktuell geht eine Fake-Email um, mit der versucht wird, Kunden der Sparkasse zu betrügen. Als Absender wird sepa.umstellung@sparkasse.de verwendet. Der Inhalt der Mail ist folgender:

SPARKASSE
BERLINER STRAßE 40-41,
10715 BERLIN
14.01.2014


Sehr geehrter Kunde,

Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, tritt ab 01.Februar 2014 das neue SEPA-Zahlungssystem in Kraft. SEPA (Single Euro Payments Area) ist das neue vereinheitlichte Zahlungssystem, das europaweit gilt. Mit dem neuen SEPA-System werden Überweisungen nicht nur schneller und zuverlässiger, der Zahlungsverkehr wird durch dieses neue System auch sicherer.


Bitte folgen Sie den Anweisungen des untenstehenden Links:
www-sparkasse.de/kundenservise/sepa.abteilung

Nach Vervollständigung dieses Schrittes werden Sie von einem Mitarbeiter unseres Kundendienstes zum Status Ihres Kontos kontaktiert.

Beim Online-Banking haben Sie per Mausklick alles im Griff! Mit dem komfortablen Online-Banking Ihrer Sparkasse haben Sie schnellen und problemlosen Zugang zu Ihrem Girokonto und erledigen Überweisungen und Daueraufträge bequem per Mausklick. Das Online-Banking bietet aber noch viele weitere Vorteile.

DIE VORTEILE DES ONLINE-BANKINGS AUF EINEN BLICK:

     -     Kontozugang rund um die Uhr
     -     Schneller Zugriff aufs Girokonto
     -     Online-Banking bequem vom PC aus
     -     Flexibel in jedem Winkel der Welt
     -     Übersichtliche Kontoführung
     -     Hohe Sicherheitsstandards
     -     Online-Banking ist kombinierbar mit Telefon-Banking

Um diese Dienste weiterhin problemlos nutzen zu können, führen Sie bitte das Update zur SEPA-Umstellung so schnell wie möglich durch.

Mit freundlichen Grüßen,
Online-Banking-Abteilung
SPARKASSE


Der Link (www-sparkasse ...) sollte bei jedem sofort die Alarmglocken läuten lassen. Augenscheinlich könnte man meinen, dieser Link führt wirklich zur Sparkasse, tatsächlich jedoch verweist der Link auf http://www.vibrantphils.......

Mann sieht das, wenn man mit dem Cousor der Maus über den Link geht, unten in der Statuszeile, des Email-Clienten.

Lassen Sie sich nicht betrügen und löschen Sie diese Email!!

Dienstag, 14. Januar 2014

Router Backdoor-Test

Alle sprechen von Backdoor-Problemen in Routern. All diese Gerüchte haben sich als wahr erwiesen. Seit mehr als 10 Jahren sind viele Router-Modelle davon betroffen. Hier ist das eigene Netzwerk, offen wie ein Scheunentor.

Heise hat hier einen Scanner ins Netz gestellt, um zu testen, ob der eigenen Router betroffen ist:

http://www.heise.de/security/dienste/portscan/test/do.shtml?scanart=5&ports=&rm=scan&submit=Scan+starten

Montag, 6. Januar 2014

Wireshark mit Geo IP nachrüsten

Gerade für Systemadministratoren ist Wireshark ein geniales Tool, wenn es darum geht, den Netzwerkverkehr zu analysieren. Will man z.B. Angriffe auf die IT-Umgebung zurück zu verfolgen, kann es sehr sinnvoll sein, zu erfahren, woher der Angreifer kommt. Dazu rüsten wir Wireshark mit Geo IP nach.

Die Idee hinter Geo IP ist, zu jeder IP-Adresse zu ermitteln, wo diese geografisch zu lokalisieren ist. Es gibt nichts Wertvolleres, als Informationen zu haben, über Fremdzugriffe auf das eigene Netzwerk.
Oftmals sieht man eine IP und mittels Geo IP stellt sich heraus, das Microsoft bzw. ein Systemdienst von Windows dahinter steckt.

Hier bekommt man kostenlos aktuelle Geo IP-Datenbanken.  Zwar ist die Genauigkeit nicht mit professionellen Datenbanken zu vergleichen, aber für unsere Zwecke genügen diese vollkommen.

Nachdem wir die Geo IP-Datenbanken gedownloadet haben. Entpacken wir diese alle in das gleiche Verzeichnis. Dieses Verzeichnis müssen wir nun Wireshark mitteilen. Dazu starten wir Wireshark und gehen oben im Menü auf Preferences unter dem Punkt "Edit". Nun klicken wir den Punkt "Name Resolution" und dann unte rechts auf "Geo IP databases directory.
Hier hangeln wir uns zu unserem Verzeichnis, worin wir die Datenbanken entpackt haben, und bestätigen diesen Pfad.



Nachdem wir das getan haben, stehen uns nun die Funktionen von Geo IP innerhalb von Wireshark zur Verfügung. Eventuell muss die Geo IP-Funktion für das jeweilige Protokoll noch aktiviert werden. Siehe hier:

Wenn das alles geklappt hat, dann sehen wir nun hinter vielen IP-Adress-Einträgen die Location, von wo dieser Zugriff statt findet. Dazu müssen wir das Internet-Protokoll in der Detailansicht aufklappen.

Sonntag, 5. Januar 2014

Ports unter Windows schließen

Seit den Späh-Affären der NSA stellt sich fast für jeden die Frage nach der IT-Sicherheit. Besonders Administratoren von Firmen sollten sich hier nicht blind dem Glauben unterwerfen, ein Virenscanner oder eine Firewall genügen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Man muss hier wirklich eine neue Aufmerksamkeit entwickeln. Auch andere böse Buben da draußen im WWW, sind permanent am Suchen nach Schwachstellen, und sie werden sie auch finden! Es gibt keine 100%ige Sicherheit, aber mit ein bisschen Erfahrung kann man es den Eindringlingen schwerer machen.

Als Erstes empfiehlt es sich, einen Port-Scan via Internet, auf das eigene System zu machen. Heise bietet hierfür ein gutes Tool an. Nun erfährt man erstmal, welche Ports überhaupt offen sind. Die meisten werden sehr überrascht sein, wie viele Ports, die man nicht benötigt, offen sind.

Zwar sind bei den meisten Routern viele Ports per default geschlossen, so dass man häufig Ports per Hand freischalten muss, wenn diese benötigt werden, aber der Router gibt kaum Auskunft darüber, welche Ports, welcher Software zugeordnet sind.

Eine sehr aktuelle Liste der vergebenen Ports finden sie hier.

Falls Ihnen der Weg über die Windows eigenen Mittel zu kompliziert ist, nicht zugelassene Ports zu schließen, dann können wir die kostenlose Software CurrPorts empfehlen. Das Tool listet alle offenen Ports des Systems auf und zeigt auch noch, von welcher Software der jeweilige Port belegt wird. Per Mausklick schließen Sie die Ports. CurrPorts ist als 32- und 64-Bit-Variante verfügbar.
Starten Sie die Software mit Admin-Rechten.

Samstag, 21. Dezember 2013

Achtung: mTAN-Verfahren beim Onlinebanking unsicher!

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, ist das als sicher gelobte mTAN-Verfahren beim Onlinebanking, nicht wirklich sicher.

Hier können Sie mehr lesen.